Gib einen Begriff von deinem Lohnzettel ein um mehr zu erfahren:

GLOSSAR

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B

  • Beitragszeitraum

    Der zeitlich relevante Zeitraum für die Abrechnung von Sozialversicherungsbeiträgen (SV-Beiträgen) wird als Beitragszeitraum bezeichnet.

    Wie lang ist der Beitragszeitraum für SV-Beiträge?

  • Bemessungsgrundlage

    Die Bemessungsgrundlage ist bei der Lohnsteuer der Teil von Lohn oder Gehalt, der zur Berechnung der Lohnsteuer bzw. Sozialversicherung herangezogen wird. 

    Wie wird meine Lohnsteuer berechnet?
    Muss ich auf Sonderzahlungen auch Lohnsteuer zahlen?
    Wie werden meine Sozialversicherungsbeiträge berechnet?
    Sind Sonderzahlungen auch SV-beitragspflichtig?

  • Betriebsratsumlage

    Eine Betriebsratsumlage dient dazu, die Kosten der Führung eines Betriebsrats zu decken, Wohlfahrtseinrichtungen zu errichten und zu erhalten sowie Wohlfahrtsmaßnahmen zugunsten der Belegschaft durchzuführen. Die Betriebsratsumlage darf maximal 0,5 % des Bruttolohns betragen und muss von der Betriebsversammlung genehmigt werden.

    Warum zahle ich Betriebsratsumlage?
    Wie hoch ist die Betriebsratsumlage?

  • Bezüge

    Bezüge im lohnsteuerrechtlichen Sinn meinen Lohn oder Gehalt (allenfalls inkl. Zulagen und Zuschläge, Taggelder, Kilometergelder, Sachbezüge etc.).

    Welche Arten von Bezügen gibt es?

  • BMGL LSt lfd.

    BMGL LSt lfd: Grundlage für die Berechnung der Lohnsteuer von den laufenden Bezügen, das sind die regelmäßigen monatlichen Bezüge (gemäß Kollektivvertrag).

    Basis für die Berechnung der Lohnsteuer ist die sogenannte Lohnsteuerbemessungsgrundlage (BMGL LSt).

    Zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage wird nach folgendem Schema vorgegangen:

    Bruttobezüge
    - Sozialversicherungsbeiträge
    - steuerfreie Zulagen und Zuschläge
    - steuerfreie Reisekosten
    - Freibetrag laut Freibetragsbescheid
    - Pendlerpauschale
    - Gewerkschaftsbeitrag
    - E-Card-Gebühr (jeweils im November)
    + Sachbezüge (Firmen-PKW, KFZ Abstellplatz, …)
    Ergibt die Lohnsteuerbemessungsgrundlage

    In Österreich berechnet sich diese Steuer nach einem progressiven Steuersystem, das heißt je höher das Einkommen, desto höher die Steuer. Nach dem Einkommensteuergesetz ist für die Steuerberechnung das Jahreseinkommen maßgeblich. Diese Jahreswerte sind in den Lohnverrechnungsprogrammen auf Monatswerte umgelegt.

    Wie wird meine Lohnsteuer berechnet?

  • BMGL LSt SZ = Bemessungsgrundlage Lohnsteuer Sonderzahlung

    Die Sonderzahlungen werden im Einkommensteuerrecht als sonstige Bezüge bezeichnet. Im Grundsatz gilt, dass sonstige Bezüge bis zur Höhe eines Jahressechstels (also in etwa bis zur Höhe von 2 Monatsbezügen) lediglich mit 6% besteuert werden. Die ersten 620 € der sonstigen Bezüge sind steuerfrei.

    Wer beispielsweise neben Urlaubs- und Weihnachtsgeld eine zusätzliche Sonderzahlung erhält, der wird feststellen, dass alle Bezüge, die über das Jahressechstel hinausgehen, voll mit dem laufenden Steuersatz versteuert werden.

    Unter Sonderzahlungen versteht man Zahlungen, die zu bestimmten Zeiten fällig werden und nicht monatlich zustehen, sondern in größeren Zeiträumen. Typische Sonderzahlungen sind der Urlaubszuschuss oder das Weihnachtsgeld. Es gibt aber auch andere Sonderzahlungen wie Bilanzgelder, Jubiläumsgelder oder Ähnliches.

    Sonderzahlungen stehen grundsätzlich nicht aufgrund von Gesetzen zu, außer z. B. bei Hausgehilfen und Hausangestellten. Typischerweise regeln die Kollektivverträge der Gewerkschaften die Höhe und auch den Auszahlungszeitpunkt von Sonderzahlungen.

    Muss ich auf Sonderzahlungen auch Lohnsteuer zahlen?

     

     

     

     

  • BMGL SV lfd.

    Bemessungsgrundlage für die Sozialversicherung auf laufende Bezüge. Sobald der Lohn die Geringfügigkeitsgrenze (Wert 2016: 415, 72 € monatlich) überschreitet, sind die Sozialversicherungsbeiträge bis zur sogenannten Höchstbeitragsgrundlage (Wert 2016: 4.860 € monatlich) zu leisten. Bei geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen ist vom Arbeitgeber nur der Unfallversicherungsbeitrag zu leisten. Die Sozialversicherung dient der finanziellen Absicherung im Alter, bei Krankheit und im Falle der Arbeitslosigkeit. Die Sozialversicherung ist ein wichtiger Pfeiler des österreichischen Sozialstaates. Der österreichische Gewerkschaftsbund setzt sich für einen starken Sozialstaat ein!

    Wie werden meine Sozialversicherungsbeiträge berechnet?

  • BMGL SV SZ

    Bemessungsgrundlage für die Sozialversicherung auf Sonderzahlungen. Als Sonderzahlungen werden Zahlungen bezeichnet, die nicht monatlich zustehen, sondern in größeren Zeitabständen zustehen, wie z. B. Weihnachts- und Urlaubsgeld oder Bilanzgelder. Für diese werden auch Beiträge berechnet, jedoch um 1 % weniger als bei den laufenden Bezügen, da von den Sonderzahlungen keine Arbeiterkammerumlage und kein Wohnbauförderungsbeitrag gezahlt wird.

    Sind Sonderzahlungen auch SV-beitragspflichtig?

  • Bruttolohn/-gehalt

    Der Lohn oder das Gehalt vor Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen wird als Bruttolohn/-gehalt bezeichnet.

    Wie kommt mein Bruttolohn/-gehalt zustande?
    Was wird von meinem Lohn/Gehalt alles abgezogen?
    Was zahlt mein Dienstgeber zusätzlich zu meinem Lohn/Gehalt?

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  • Gehalt/Lohn

    Das Gehalt oder der Lohn ist das regelmäßige Entgelt, welches ArbeitnehmerInnen für ihre im Betrieb geleistete Arbeit erhalten. Diese Zahlung wird bei Angestellten Gehalt genannt – bei ArbeiterInnen Lohn.

    Was ist der Unterschied zwischen Lohn und Gehalt?

  • Gesetzliche Abzüge

    Vom Bruttolohn werden gesetzliche Abgaben abgezogen, die für ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber verpflichtend sind. Grob gesehen gibt es zwei große Abzugsposten am Lohnzettel: die Lohnsteuer und die Sozialversicherung. Die Lohnsteuer ist nicht zweckgebunden (zu beachten: ein bestimmter Anteil der Lohnsteuer geht an die Finanzausgleichspartner; festgelegt im Finanzausgleichsgesetz) und wird zur Finanzierung vieler öffentlicher Leistungen genutzt. Die Sozialversicherung geht an die Sozialversicherungsträger (Krankenkassen, Unfallversicherungsanstalt, Pensionsversicherungsanstalt usw.) und wird zur Bereitstellung von Leistungen aus diesen Bereichen verwendet, wie z. B. ärztliche Betreuung, Pensionen und vieles mehr.

    Wofür werden die Abzüge verwendet?

  • Gewerkschaftsbeitrag

    Der Gewerkschaftsbeitrag beträgt grundsätzlich 1 % des Bruttogehalts und wird auf regelmäßige monatliche Bezüge wie dem Lohn oder der Lehrlingsentschädigung, Gefahren- oder Erschwerniszulagen, Prämien usw. eingehoben. Nicht beitragspflichtig sind Bezüge aus Überstunden (auch Pauschalen), das Weihnachts- und Urlaubsgeld und ähnliche unregelmäßig gewährte Zulagen. Der Gewerkschaftsbeitrag ist in voller Höhe von der Lohnsteuer absetzbar und kann als Werbungskosten im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung geltend gemacht werden.

    Eine Mitgliedschaft bei den Gewerkschaften lohnt sich: Neben zahlreichen Bildungs- und Freizeitangeboten und kostenlosem Rechtsschutz stärken die Gewerkschaften die ArbeitnehmerInnen, führen die Kollektivvertragsverhandlungen durch und sichern das Weihnachts- und Urlaubsgeld, die Entlohnung von Überstunden und viele weitere Zahlungen für alle.

    Wie hoch ist der Gewerkschaftsbeitrag?
    Wofür zahle ich den Gewerkschaftsbeitrag?
    Kann ich den Gewerkschaftsbeitrag von der Steuer absetzen?

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  • Jahressechstel

    $ 67 EStG (1) Erhält der Arbeitnehmer neben dem laufenden Arbeitslohn von demselben Arbeitgeber sonstige, insbesondere einmalige Bezüge (zum Beispiel 13. und 14. Monatsbezug, Belohnungen), beträgt die Lohnsteuer für sonstige Bezüge innerhalb des Jahressechstels gemäß Abs. 2 nach Abzug der in Abs. 12 genannten Beträge

    1. für die ersten 620 Euro            0%,
    2. für die nächsten 24 380 Euro 6%,
    3. für die nächsten 25 000 Euro 27%,
    4. für die nächsten 33 333 Euro 35,75%.


    Anders gesagt:
    Sonstige Bezüge werden im Ausmaß von zwei durchschnittlichen Monatsbezügen („innerhalb des Jahressechstels“) mit einem festen Steuersatz begünstigt versteuert. 

    Was ist das Jahressechstel?
    Wie hoch ist mein Jahressechstel?

K

L

M

  • Mehrarbeit

    Mehrarbeit bezeichnet jene Arbeit, die zwischen dem vereinbarten und dem gesetzlichen Normalarbeitszeitausmaß liegt – im Gegensatz zu Überstunden, die eine Überschreitung der gesetzlichen Normalarbeitszeit darstellen.
    Bsp.: Sind bei einer gesetzlichen Normalarbeitszeit von 40 Stunden wöchentlich 35 Arbeitsstunden vereinbart und arbeitet ein/e ArbeitnehmerIn 38 Stunden, dann liegt Mehrarbeit vor. Werden hingegen 42 Stunden gearbeitet, handelt es sich um Überstunden.

    Was sind Überstunden?

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  • Pendlerpauschale

    Grundsätzlich sind die Fahrtkosten für den Arbeitsweg mit dem Verkehrsabsetzbetrag seit 2016 mit 400 Euro abgegolten, der mit der Lohnabrechnung automatisch berücksichtigt wird. Zusätzlich können ArbeitnehmerInnen unter bestimmten Voraussetzungen aber auch das kleine oder das große Pendlerpauschale und auch einen "Pendlereuro" geltend machen. Dabei kommt es unter anderem auf die Entfernung des Wohnorts zur Arbeit und die verfügbaren Verkehrsmittel an.

    Das kleine Pendlerpauschale

    Das kleine Pendlerpauschale steht jenen zu, bei denen der Arbeitsplatz ohne Rundung mindestens 20 km von der Wohnung entfernt liegt, und die Benützung des öffentlichen Verkehrsmittels möglich und zumutbar ist. Die Wegstrecke bemisst sich nach Streckenkilometern des Massenbeförderungsmittels und allfälliger zusätzlicher Straßenkilometer und Gehwege. Hierbei ist die schnellste Verbindung mit dem öffentlichen Verkehrsmittel und eine optimale Kombination mit dem Individualverkehr (z. B.: Park and Ride) zu unterstellen. Es ist jedoch nicht von Bedeutung, ob Sie tatsächlich einen PKW zur Verfügung haben oder Sie die schnellste Verbindung nutzen. 

    Es beträgt bei einer einfachen Fahrtstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte:

    Kilometer              monatlich       jährlich

    mehr als 20 km     58 €                  696 €

    mehr als 40 km     113 €                1.356 €

    mehr als 60 km     168 €                2.016 €

     

    Dazu kommt der Pendlereuro: Ein Euro pro Kilometer für den Hin- und Retourweg einmal jährlich.


    BEISPIEL
    Bei einem 30 Kilometer langen Arbeitsweg bekommt man 60 € über den Pendlereuro und 696 € werden von der Steuerbemessungsgrundlage als kleine Pendlerpauschale abgezogen.

    Das große Pendlerpauschale
    Das große Pendlerpauschale steht jenen zu, bei denen der Arbeitsplatz ohne Rundung zumindest 2 km von der Wohnung entfernt liegt und während des Zeitraums, für den das Einkommen ausbezahlt wird, die Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln überwiegend unzumutbar ist.

    Das ist dann der Fall,

    • wenn es entweder für mehr als die Hälfte des Arbeitsweges kein öffentliches Verkehrsmittel gibt.
    • wenn man eine starke Gehbehinderung von mindestens 50 % hat, blind oder schwerst sehbehindert ist.
    • wenn die Fahrtdauer mit dem öffentlichen Verkehrsmittel mehr als 120 Minuten beträgt.
    • wenn man für eine Wegstrecke zwar weniger als 120 Minuten benötigt, aber mehr als 60 Minuten, dann ist die entfernungsabhängige Höchstdauer zu berechnen. Diese beträgt 60 Minuten plus eine Minute pro Kilometer der Wegstrecke.

     

    Was sind die Voraussetzungen für Pendlerförderung?
    Bekomme ich das kleine oder große Pendlerpauschale?
    Wie hoch ist das kleine und große Pendlerpauschale und der Pendlereuro?
    Was ist der Unterschied zwischen Pendlerpauschale und Pendlereuro?
    Wie kann ich Pendlerpauschale und Pendlereuro beanspruchen?

  • Pensionsversicherung (PV)

    Um auch nach der Erwerbstätigkeit den Lebensstandard von ArbeitnehmerInnen sichern zu können, werden Abgaben an die Pensionsversicherung getätigt (Arbeitgeberanteil: 12,55 %, ArbeitnehmerInnenanteil: 10,25 %). Die Höhe der Alterspension hängt von der Anzahl der Versicherungsjahre, dem Zeitpunkt des Antritts der Pension und der Bemessungsgrundlage ab, die sich aus dem Einkommen ergibt. Von der Pensionsversicherung werden auch Berufsunfähigkeits- und Invaliditätspensionen und bei Todesfällen von EhepartnerInnen oder Eltern Hinterbliebenenpensionen ausbezahlt. Zudem werden Leistungen der Gesundheitsförderung und Rehabilitation mit dem Ziel der nachhaltigen Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt angeboten.

    Ab welchem Alter kann ich in Pension gehen?
    Ab welchem Einkommen muss ich Pensionsbeiträge zahlen und wie hoch sind diese?
    Wie funktioniert das Pensionskonto?
    Wie wirkt sich Teilzeitarbeit auf meine Pension aus?

S

U

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  • Verkehrsabsetzbetrag

    Der Verkehrsabsetzbetrag steht allen ArbeitnehmerInnen zu und soll etwaige Fahrtkosten zur Arbeitsstätte abdecken. Er wird automatisch bei der Berechnung von Lohn/Gehalt berücksichtigt. Grundsätzlich sind die Fahrtkosten für den Arbeitsweg mit dem Verkehrsabsetzbetrag seit 2016 mit 400 Euro abgegolten, der mit der Lohnabrechnung automatisch berücksichtigt wird. Liegen größere Distanzen zwischen Wohn- und Arbeitsort, kann ein Pendlerpauschale beantragt werden.

    Was sind Absetzbeträge?
    Was sind die Voraussetzungen für Pendlerförderung?

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